29.03.2024

Warum musste Jesus am Kreuz sterben? (Teil 5)

Jesus – der Sieger

Diese Worte sind wie ein Triumph, von dem in diesem Augenblick nur nichts zu sehen war. Michael Happle, der Referent der aktuellen Ausgabe der Sendereihe „Thema des Monats“ im ERF Süd, fragt sich in seinem Vortrag, was eigentlich damit gemeint war, als Jesus am Kreuz hängend rief: „Es ist vollbracht!“ Das Wort „vollbracht“ bedeutet im griechischen Grundtext so viel wie „erfüllt“ oder „zum beabsichtigten Ziel gebracht“. Trotz unendlicher Schmerzen, Demütigungen und absoluter Verlassenheit von Gott und Menschen wusste Jesus in diesem Augenblick am Kreuz, dass er sein Ziel erreicht und seinen Auftrag erfüllt hatte. Damit meinte er nicht nur die stundenlange Qual, die er am Kreuz durchlitt, sondern vor allem den großen Plan Gottes mit uns Menschen. Denn schon vor Grundlegung der Erde war es Gottes Plan, Jesus als Retter und Erlöser in die Welt zu senden. Diese Verheißung wurde bereits Adam, dem ersten Menschen, gegeben. Schon ihm wurde von Gott gesagt, dass er einen Retter schicken würde, der die Macht der Sünde besiegen würde. 4000 Jahre später hatte sich diese Verheißung in Jesus Christus erfüllt. Am Kreuz von Golgatha war dieser Plan Gottes zur Erfüllung gebracht worden, als Jesus Christus durch seinen Tod am Kreuz für uns sündige Menschen starb, um uns von der Macht der Sünde zu befreien.

Der Apostel Paulus erklärt das in einem seiner Briefe so, dass diese Kraft der Sünde durch das Gesetz kam. Dieses Gesetz Gottes konnte kein Mensch erfüllen. Deshalb führte dieses Gesetz bereits seit Jahrhunderten den Menschen vor Augen, wie weit sie von Gott entfernt waren (vgl. 1. Korinther 15,56).  Doch als Jesus am Kreuz ausrief „Es ist vollbracht!“ änderte sich das, weil jeder, der an Jesus Christus glaubt und ihm vertraut, für gerecht und rein erklärt werden kann (vgl. Römer 10,4).  

Weil Jesus ein für alle Mal die Strafe für die Sünden der ganzen Menschheit auf sich genommen hat, kann jeder, der die Vergebung durch Jesus Christus annimmt, frei von seiner Sünde werden. Die Bibel sagt uns, dass Sünde gesühnt werden muss und genau das entspricht auch unserer menschlichen Erfahrung. Doch diese Strafe hat Gott in Jesus Christus selbst auf sich genommen. Im Buch des Propheten Jesaja heißt es: „… um unserer Übertretungen willen wurde er durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, durch seine Wunden sind wir geheilt“ (Jesaja 53,5). Wann immer wir mit unserer Schuld zu Gott kommen und ihn darum bitten, dass er uns vergibt, dürfen wir wissen, dass er die Strafe für diese Schuld schon getragen hat. Alles, was es für die Vergebung und Frieden mit Gott braucht, wurde von Jesus Christus bereits „vollbracht“. Das ist eine im wahrsten Sinn des Wortes weltbewegende Nachricht, die jeder für sich in Anspruch nehmen darf, der an Jesus Christus glaubt. Sein Leben wird nicht länger von der Macht der Sünde beherrscht. Vielmehr hat Jesus ihn dazu erlöst, dass er nicht länger das tun muss, was er gar nicht tun will, sondern das tun kann, was er eigentlich tun möchte. Jesus hat uns dazu befreit, dass wir unser Leben ganz neu beginnen können. Wer möchte das nicht? Jesus ermöglicht uns diesen Neuanfang.

So demütigend der Tod Jesu am Kreuz auch sein mochte, der Jubel darüber, was er dadurch vollbracht hat, war größer - im Himmel und auf Erden. Als Jesus diesen großen Sieg errang und ausrufen konnte: „Es ist vollbracht!“ war das die Wende in der Menschheitsgeschichte. Das sollte uns vor allem in der Passions- und Osterzeit wieder ganz neu bewusst werden.

Näheres dazu hören Sie in der Sendereihe „ERF-Thema des Monats“ - im März unter der Überschrift: „Warum musste Jesus am Kreuz sterben?“. Vertiefende Literatur rund um die aktuellen Fragen unserer Gesellschaft finden Sie im Buchshop der ERF Buchhandlung "Buchgalerie", online unter www.buchgalerie.com

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